In der Geschichte der uralten Zivilisationen schien die Zivilisation der Mayas aus dem Nichts gekommen zu sein. Die Kultur erblühte zur Pracht und verschwand dann auf mysteriöse Art und Weise. Die Mayas erzielten fortschrittliches Wissen über Astronomie, ein perfektes Kalendersystem, komplexe mathematische und abstrakte Gedanken. Die Genauigkeit und Perfektion ihres Kalenders ist unglaublich und erstaunlich.
Die Mayas sind ein Indianer-Volk in Mittelamerika, das insbesondere aufgrund des von ihnen in Teilen Mexikos und Mittelamerika gegründeten Reiches bekannt ist. Heute leben die Maya auf der Yucatán-Halbinsel sowie in Belize, Guatemala und Honduras.
Die Maya stammten aus dem Hochland von Guatemala. Um 1000 v. Chr. wanderten sie in das Tiefland auf der Halbinsel Yucatán ein, wo sie Sümpfe mit Kanälen trockenlegten um Pflanzen anzubauen. Im 7. Jahrhundert v. Chr. begannen sie , monumentale Tempelpyramiden zu errichten. Es entstanden kleine Stadtstaaten. Die Schrift, den Kalender und das rituelle Ballspiel übernahmen sie wahrscheinlich von den Olmeken und den Zapoteken, mit denen sie durch den Handel in Kontakt kamen.
Um 300 n. Chr. begannen die Maya, die im Gebiet um Petén lebten, Steinmonumente, so genannte Stelen, zu errichten, auf denen sie die Leistungen ihrer Könige verzeichneten und wichtiger Ereignisse gedachten. Viele dieser Stelen blieben erhalten, überwuchert von der Vegetation des Regenwaldes. Die Archäologen konnten ihre Inschriften entschlüsseln, die in einer Bilderschrift abgefasst sind. Daraus ging hervor, dass sich die Stadtstaaten der Maya, wie Tikal und Palenque, praktisch ständig bekriegten. Kriege waren nötig, um Gefangene für die Menschenopfer zu machen. Ihr Götterglaube verlangte es, an bestimmten Tagen oder zu Ereignissen wie der Bestattung eines Königs Menschenopfer darzubringen. Die Opfer wurden gefoltert, bevor man ihnen das Herz herausschnitt. Auch die Maya-Könige mussten sich schmerzhaften Ritualen unterziehen; so wurden ihre Zungen mit dem Stachel eines Rochens durchbohrt, damit sie sich mit den Geistern der Ahnen verständigen konnten.
Die Maya besaßen einen sehr genauen Kalender, der auf präzisen astronomischen Beobachtungen beruhte, und sie schrieben Bücher, die sie mit Bildern verzierten.
Kriege und Hungersnöte, die wahrscheinlich durch eine zu starke Nutzung des Bodens entstanden, führten nach 800 zum raschen Verfall und zur Entvölkerung der Maya-Städte im Tiefland. Die Städte des Hochlandes konnten sich länger halten und wurden erst Ende des 16. Jahrhunderts von den Spaniern unterworfen.
Die Prophezeiungen der Mayas basieren auf ihrem Kalendersystem, sehr ähnlich dem, den die Chinesen in uralten Zeiten benutzt haben, den Zhou Yi (vorgeschichtliche chinesische Darstellungen, in denen die Veränderungen des Verlaufs der Natur enthüllt werden). Das System der Mayas basiert hauptsächlich auf der Erforschung der Beziehungen zwischen den Bewegungen der Himmelskörper und den entsprechenden Veränderungen in der menschlichen Gesellschaft.
Dr. Jose Arguelles, ein amerikanischer Historiker, hat sein ganzes Leben damit verbracht, die Zivilisation der Mayas zu erforschen. In seinem Buch, The Mayan Factor: Path Beyond Technology erläutert er den Kalender der Mayas.
Laut des Tzolkin, dem Maya Cholqij Kalender, durchläuft das Sonnensystem einen großen Zyklus von mehr als 5.100 Jahren, von 3.113 vor Christus bis 2.012 nach Christus. In diesem großen Zyklus passieren das sich bewegende Sonnensystem und die Erde einen galaktischen, pulsierenden Strahl. Der Strahl entstammt dem Mittelpunkt der Galaxie, und der Durchmesser seines Querschnitts entspricht 5.125 Erdenjahren. Das bedeutet, dass die Erde 5.125 Jahre brauchen würde, um den Strahl zu passieren.
Der Weg zur geistigen und körperlichen Kultivierung
Die Mayas glaubten, dass das Sonnensystem eine umwälzende Veränderung erfahren würde, nachdem der große Zyklus von dem galaktischen Strahl beeinflusst würde. Dies weist auf eine galaktische Synchronisation hin. Laut der Prophezeiung der Mayas gibt es 13 Phasen in diesem großen Zyklus, mit der genauen Aufzeichnung der Entwicklung jeder Phase.
Dr. Arguelles, der die komplizierte Methodik der verschiedenen Perspektiven übernahm, erklärt die Auswirkungen dieses astronomischen Phänomens. Im Buch The Mayan Factor nutzt er Grafiken und Tabellen, um die Entwicklung jeder Phase zu veranschaulichen, und teilt jede Phase in zwanzig Perioden auf. Jede Periode dauert etwa 20 Jahre.
Laut dem Kalender der Mayas ist 1992 das erste Jahr der letzten Periode der letzten Phase. Es ist die 13. Phase, die letzte des großen Zyklus. Im Kalender der Mayas wird diese zwanzig Jahre andauernde Periode als Erdreinigungsperiode bezeichnet. In diesem Zeitraum wird die Erde völlig gereinigt, einschließlich der Herzen der Menschen (diese Prophezeiung ist den Prophezeiungen der nordamerikanischen Indianer sehr ähnlich). Das Böse wird aussortiert, das Gute wird beibehalten. Nach der Reinigung wird die Erde aus dem galaktischen Strahl heraustreten und die „galaktische Synchronisation“ erreichen. Gemäß dem Kalender der Mayas wird am 31. Dezember 2012 der Kreislauf der menschlichen Zivilisation enden. Anschließend werden die menschlichen Wesen in eine ganz neue Zivilisation eintreten, die mit der gegenwärtigen Zivilisation in keinem Zusammenhang steht. Am Tag der Wintersonnenwende wird die Sonne mit dem Kreuzpunkt der Sonnenbahn der Galaxie und dem Äquator zusammentreffen. Sie wird im „dunklen Spalt“ der Milchstraße für die Erde ein „Himmelsportal“ erzeugen, das aussehen wird wie das Öffnen einer „Tür zum Himmel“.
Im Jahre 755 gab es eine Prophezeiung eines Mönchs der Mayas: Nach 1991 werden zwei große Ereignisse stattfinden: das Erwachen des universellen Bewusstseins der Menschen und die Reinigung und Erneuerung der Erde.
Die geheimnisvollen Prophezeiungen der Mayas haben das zwangsläufige Gesetz der Bewegungen der Galaxie, das regelmäßig und unveränderlich ist wie die vier Jahreszeiten, aufgezeigt.
Reinigung bedeutet, dass das Korrupte aussortiert und das Gesunde behalten wird. Heutzutage ist die natürliche Umgebung äußerst verschmutzt und beschädigt und befindet sich in einer sehr gefährlichen Lage. Mit der Moral der heutigen Menschheit, die sich zunehmend verschlechtert, mit der geistigen Entstellung und der geistigen Verschmutzung spielt jeder in dieser Degeneration eine Rolle. Die Menschen sind hilflos, gleichgültig und taub gegenüber all diesen Problemen.
Was könnte diese Gesellschaft reinigen? Vertrauen auf mehr Vorschriften, wissenschaftliche Durchbrüche oder Religionen? Vorschriften können das Verhalten, das gesehen werden kann, beschränken, aber sie können nichts tun, um das Herz der Menschen zu beeinflussen. Menschen machen die Gesetze. Menschen, die die Gesetze brechen, können davonkommen, indem sie ihren Status, persönliche Beziehungen und Geld nutzen. Das Gesetz kann das Äußere kontrollieren, aber es kann nicht die Wurzel des Problems kurieren. Vertrauen in die Wissenschaft? Es ist die Wissenschaft, die die Menschen veranlasst, materiellen Vergnügungen und Anregungen nachzugehen und sich immer weiter von der grundsätzlichen Moral zu entfernen. Genau genommen gewinnt man materielles Vergnügen für den Preis, dass die Natur verdirbt und zerstört wird. Wenn die Menschen die Wichtigkeit der natürlichen Umgebung erkennen und versuchen, die Wissenschaft zu nutzen, um die Probleme zu lösen, die sie erzeugt haben, verursachen sie noch schlimmere Probleme. („die Mauer im Osten abbrechen, um die Mauer im Westen zu reparieren”) Verlass auf Religion? Die Menschen haben religiösen Glauben seit tausenden von Jahren. Aber das hinderte die menschliche Moral nicht daran, herunter zu fallen. Wie können wir erwarten, dass die Religion die Moral zurückbringt? Es gibt sogar religiöse Menschen, die nun Politiker sind.
Der einzige Weg, die menschliche Moral zurückzubringen, ist, die Menschen aufzuwecken. Nur wenn der Geist der Menschen und ihre Herzen gereinigt sind, werden sich diese sozialen und körperlichen Probleme auflösen. In wenigen Jahren könnten Tausende von Menschenherzen und Körpern durch eine Kultivierung gereinigt, und das Feld der menschliche Moral erhöht werden. Laßt es zu!
Erste den Maya zugerechnete archäologische Funde aus Cuello (Belize) werden auf etwa 2000 v. Chr. datiert. Von diesem Ursprungsort aus wird eine Aufspaltung und Bewegung nach Norden (Golf von Mexiko) angenommen, wo dann etwa 500 v. Chr. erstmals Siedlungsbauten und steinerne Tempel nachgewiesen werden. Zu den ersten großen Städten der Maya gehört Nakbe im heutigen Guatemala, das seine Glanzzeit zwischen 800 und 400 v. Chr. hatte. Ebenfalls in der vorklassischen Zeit wurde Lamanai gegründet, das mit einer permanenten Besiedelungszeit von etwa 3000 Jahren zu den am längsten genutzten Mayastädten gehört. Ca. 1000 v. Chr. wurde Cahal Pech besiedelt und blieb es bis ca. 800 n. Chr..
Klassische Zeit
Die Maya-Zivilisation umfasste eine Reihe von Stadtstaaten, die jeweils einen eigenen Herrscher und ihm untergebene Verwalter hatte. Berühmt sind die Maya für ihre Mathematik und für ihren hoch entwickelten Kalender. Sie schrieben in Hieroglyphen.
Die heute bekannteste Ruinenstadt, Chichén Itzá, wurde um das Jahr 400 herum gegründet. Gut 100 Jahre später entstanden Copán, Yaxchilán, Palenque und Oxkintok. Mit der Ausbreitung über die ganze Yucatán-Halbinsel erreichte die Hochkultur der Maya ihre Blütezeit, während derer auch Uxmal und Coba gegründet wurden. Weitere wichtige Städte waren Tikal, Calakmul, Bonampak und Quirigua. Viele Städte waren durch Dammstraßen miteinander verbunden. Die Städte hatten teilweise mehr als 10.000 Einwohner und waren damit größer als die größten Städte des damaligen Mitteleuropas.
Wichtige Errungenschaften sind der Anbau von Mais, die Entwicklung eines sehr präzisen Kalenders sowie eine Schrift. Die Schrift, obwohl auf Bildsymbolen basierend, war jedoch mehr als eine reine Ideogrammschrift. Das Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) und Malerei waren hoch entwickelt, Metallverarbeitung (Gold) spielte nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 65 m hohe Stufenpyramiden, Paläste und Ballspielplätze. Siehe auch Liste der Pyramiden.
Das ausgehende 9. Jahrhundert sah den Niedergang der Kultur. Städte wurden verlassen, die Bewässerungssysteme verfielen. Die Vermutung, dass Klimaschwankungen und insbesondere Dürren für den Untergang der Hochkultur verantwortlich gewesen seien, hat durch den Nachweis verminderter Niederschläge im 9. und 10. Jahrhundert in Venezuela unter Leitung des Geologen Gerald Haug im Jahre 2003 Auftrieb erhalten.
In der Architektur der Maya kamen nun vermehrt toltekische Einflüsse auf. Die neue Großmacht wurden die Azteken in Zentralmexiko. Einen letzten Schlag mussten die verbleibenden Maya 1511 hinnehmen, als sie durch Ankunft der Spanier endgültig ihre Eigenständigkeit verloren. Gleichwohl hielten sie sich länger unabhängig als die Azteken. Das letzte Maya-Reich Tayasal wurde erst um 1697 von den Spaniern unterworfen. Ab 1847 rebellierten die Nachkommen der Maya im so genannten Kastenkrieg gegen die Autorität des mexikanischen Staates und installierten eine Hauptstadt in Chan Santa Cruz, das erst 1901 von der mexikanischen Armee erobert werden konnte.